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LTplus FAQs  Energiepass 2010


 

Schritt 1

Als erstes müssen Sie in Excel die MAKROS AKTIVIEREN, weil das Arbeitsblatt sonst nicht
funktionieren kann (z.B. Buttons wirkungslos)...

 

Schritt 2

Nach dem Öffnen SPEICHERN Sie LTplus Energiepass 2010.xls unter einem NEUEN NAMEN.
>>> Damit legen Sie Ihr
eigenes Projekt an, ohne die LTplus-Originaldatei zu überschreiben...

 

Schritt 3

Lesen Sie die Dokumentation zum Excel-Arbeitsblatt, zu Excel selbst und zur ENEV 2009,
also z.B. "
Energiepass 2010 - KOMPAKT" oder das ENEV-Buch von Volland/Volland. Andern-
falls macht die Nutzung wenig Sinn, weil sich das Arbeitsblatt weder für Excel-Laien noch für
ENEV-Unkundige eignet - es bietet lediglich dem Fachmann die Möglichkeit der schnellen
Vorbemessung.

 

Häufige Anfängerfehler

Statt Werte auf 0 zu setzen, werden gleich ganze Berechnungs-Tabellen gelöscht.
Dann kommt in Berechnungsfeldern der Excel-Fehler
"#DIV/0" und es wird z.B. kein
zul. HT
berechnet. Dies passiert natürlich auch, wenn als Anlaß der Ausstellung
"freiwillig" angegeben wird, weil die ENEV dann keine Grenzwerte vorsieht.

Man sollte also als erstes das Beispielprojekt analysieren und die Dokumentation sorg-
fältig studieren. Hier ist z.B. der
#DIV/0 Fehler beschrieben, d.h. man setzt z.B. bei der
Bauteilmenge/Dicke beim DACH den Wert 0, statt gleich die ganze Tabelle zu löschen
- s. Anleitung und Grundlagen in der Excel-Hilfe.

Der in den Tabellen häufig vorkommende sog.
FAKTOR ist kein Wert aus der ENEV,
sondern nur ein Rechenfaktor um z.B. Flächen oder Volumen zu halbieren.  Er kann
also nicht beliebig gewählt werden, sondern entspricht 1 oder entsprechend den
Regeln der Darstellenden Geometrie einem anderen Wert wie z.B. 0,5 (Halbierung).

Das gesamte Verfahren ist nicht DENA-konform und für Nichtwohngebäude nur
überschlägig anwendbar, aber nicht zulässig. Man sollte also die Ergebnisse immer
mit einem zweiten Programm gegenprüfen - s. Anleitung & ENEV-Kompakt .

Bei sehr kleinen Gebäuden bekommt man immer recht hohe Werte, was einen oft
beschriebenen Knackpunkt der ENEV darstellt. Extrem werden die Werte, wenn man
den erfassten Gesamtenergieverbrauch auf kleine Teil-Nutzflächen bezieht.

 

Hilfestellung/Support

Support für das Excel-Arbeitsblatt LTplus Energiepass 2010.xls bieten wir nur in
Ausnahmefällen. Sie können uns aber gerne Ihre Fragen und Anregungen schicken.
Wir werden ggf. an dieser Stelle darauf eingehen. Beratungen in technischen Ausleg-
ungsfragen zur
ENEV können wir leider nicht anbieten. Mehr Hilfe gibt es nur noch in
der Dokumentation zu
Excel, in unserem E-Book "ENEV-Kompakt". Als fundierten
Einstieg in die Berechnungen der ENEV empfehlen wir das ENEV-Buch von
"Volland/
Volland
".

 

Anlage - Vergleich

Warum sind die Werte des Vergleichs mit dem Referenzprogramm so verschieden ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum einen täuscht hier der erste Eindruck. Entscheidend ist das Verhältnis von vorh.
QP zu zul. QP, daß
zul. HT nicht überschritten wird, und der Gesamtwert ganz unten.
Eine Abweichung von
nur 5-10 Prozent,
wie hier, ist eher ungewöhnlich- s. unten...

Die Abweichungen beim QP ergeben sich aus der sehr niedrigen Anlagenaufwands-
zahl
ep im Referenzprogramm. Hier wird von uns mit ep = 1,20 eine marktüblichere
Heizungsanlage installiert.

Der Heizungswert im Referenzprogramm ist niedriger, weil dieses die WW-Werte zu-
nächst komplett heraus rechnet, um sie dann als Mischwert inkl. Solaranlage auszu-
weisen. Daneben wird in unserem Arbeitsblatt der HT zur Sicherheit um den
Korrek-
turfaktor K MB-V  hier um 8,5% erhöht - sonst wären die Werte gleich. In der Summe,
also dem
Gesamt
-Wert, sind die Ergebnisse dann wieder vergleichbar.

Zuguterletzt werden in unserem Arbeitsblatt alle Fenster Ost/West orientiert angesetzt,
um die "trüben Tage" und Verschmutzungen realistisch zu berücksichtigen. Durch
den hohen
Süd-Anteil der Fenster
kommt das Referenzprogramm, ebenso wie die
Berechnung des Referenzgebäudes zu niedrigeren, aber wohl nicht "besseren" Er-
gebnissen.

Der "Verbrauchsausweis" auf Seite 3 zeigt dann die tatsächlichen Werte und berück-
sichtigt auch das Nutzungsverhalten...

 

Auslegungsfragen...

Bei BESTANDSERWEITERUNG > 50m² gilt § 9 Abs. 5 i.V.m. Abs. 1, lesen Sie hierzu
die Auslegung Teil 12 der Fachkommission Bautechnik der Bauministerkonferenz.

Der bedenkliche Vorschlag der Fachkommission, das Referenzgebäude bezüglich
seiner Anlagentechnik und Luftdichtheit bei einer Erweiterung nach § 9 Abs. 5 EnEV
"einfach" auf die Werte des Bestandsgebäudes abzuändern, ist verfälschend und
erscheint auch programmtechnisch wenig sinnvoll. Eine praxisnahe und konsequente
Auslegung unter Einbeziehung der 40%-Regel n. § 9 Abs. 1 erfüllt das Wirtschaftlich-
keitsgebot auch ohne die in Auslegung Teil 12 S.11 (4) vorgeschlagenen Manipula-
tionen am Referenzgebäude und ist damit auch rechnerisch nachvollziehbar.

Die Auswahlmöglichkeit "Bestandserweiterung > 50m² (strittig !)" ist damit weiterhin
besser geeignet um diesen Fehler der ENEV zu korrigieren. Es wird dabei der n. § 9
Abs. 5 zul. Wert für H'T gewählt und n. § 9 Abs. 1 nur der zul. Wert von QP um 40%
erhöht. Dies erscheint konsequent, weil der Abs. 5 i.V.m Tab. 2 Zeile 4 nur den H'T
verschärfend regelt, die 40%-Regel n. § 9 Abs. 1 aber wohl weiterhin gelten muß, um
den Fehler in der Anlagenaufwandszahl zu kompensieren.

 

                                                                        wird fortgesetzt...

 

Anhand des Beispielprojektes wird das Erstellen eines Energiepasses demonstriert.  Da
bekanntermassen alle EnEV-Programme aufgrund der akt. Auslegungsfragen untereinander
abweichende Ergebnisse liefern, sollten Energieausweise zumindest mit einem zweiten Pro-
gramm, wie unserem LTplus-Energiepass 2010, einer schnellen Plausibilitätsprüfung unter-
zogen werden.

 

Quelle: Bund der Energieverbraucher - http://www.energieverbraucher.de

Aktuell erreicht uns zu dieser Problematik auch eine Stellungnahme eines bekannten
kommerziellen Software-Anbieters, die wir hier gerne veröffentlichen (Stand 11/2010) :

Sehr geehrte Damen und Herren,

die KfW hat die Förderung von Effizienzhäusern, die über das DIN 18599 Berechnungsverfahren erstellt werden,
eingestellt. Es ist ab sofort immer das alte Berechnungsverfahren nach DIN 4108-6/4701-10 anzuwenden. Da
über 90% der Anträge über das alte Berechnungsverfahren (DIN 4108-6/4701-10) erfolgten und jedes Wohnge-
bäude sich, mit unseren Programm, durch einfaches Umschalten auch nach der DIN 4108-6/4701-10 berechnen
lässt, stellt der KfW 18599-Förderstop, für unsere Kunden, keine große Änderung dar.

Der Förderstop erfolgte auf Grund eines Projektes, welches von der KfW mit verschiedenen Programmen durch-
gerechnet wurde und zu unterschiedlichen Ergebnissen führte. In der DIN 18599 Gütegemeinschaft erstellen die
Softwarehäuser gerade eine Gegendarstellung. Leider sind die Eingangsparameter des Projektes, welches zur
Stellungnahme an die Gütegemeinschaft gegangen ist, nicht eindeutig bestimmt. Die EnEV 2009 mit der DIN
18599 für Wohngebäude lässt einen größeren Eingabespielraum zu als die alte Berechnung. Wir können bei
unseren Vergleichs- bzw. Testberechnungen allein durch Variation der (fehlenden) Randbedingungsdaten das
Endergebnis um 30% verändern. Unter den gegebenen offenen Randbedingungen des Gesetzgebers sind dabei
alle Berechnungen gültig.

Es scheint den meisten Fachleuten nicht klar zu sein, dass es nach DIN 18599 nicht nur "ein Ergebnis" gibt.
Durch das Fehlen fester Randbedingungsparameter, ähnlich wie es in der alten Berechnung durch die DIN 4108-6
Anhang D erfolgte, erhalten wir in der DIN 18599 Berechnung einen größeren Ergebnisraum mit gültigen Ender-
gebnissen. Mit Fehlern in der Software hat das nichts zu tun. Wir haben in der Gütegemeinschaft einen mögli-
chen einheitlichen Parameterdatensatz für das Beispielgebäude der KfW festgelegt. Unsere Ergebnisse streuen
zwischen den Softwareprodukten für den Ist-Zustand dann nur noch um ca. +/-1%. Für das Referenzgebäude
liegt der Interpretationsunterschied noch etwas höher, hier versuchen wir gerade zu klären, worin der Unterschied
liegt.

Ein weiterer Grund für den 18599 Effizienzhausstop ist der Unterschied zwischen einer DIN 4108-6/4701-10 und
DIN 18599 Berechnungsergebnis. Durch andere Berechnungsansätze in der DIN 18599 liegen die meisten Er-
gebnisse höher als die des alten Berechnungsverfahrens. Da auch das Referenzgebäude immer mit dem glei-
chen Verfahren, wie das nachzuweisende Gebäude zu berechnen ist, liegt der Referenzgebäudewert auch höher
als bei der alten Berechnung. Diese Tatsache können wir Softwarehäuser nicht aus der Welt schaffen, indem wir
unsere Software nachbessern, da wir uns an die Norm halten müssen.

Seit drei Jahren existieren die Probleme der DIN V 18599, die jetzt aufgrund des Förderstops der KfW öffentlich
gemacht werden. Die Probleme solch einer komplexen Norm wurden bisher auf politischer Ebene immer nur
schön geredet. Da die Gründe der gesamten Problematik bis jetzt nicht öffentlich gemacht wurden, werden die
Softwarehäuser beschuldigt, keine plausiblen 18599 Berechnungen anzubieten. Zeitgleich wird von den Soft-
warehäusern gefordert die Berechnung genau nach den Formeln der Norm durchzuführen.

                                                                        wird fortgesetzt...

 

Zur fundierten Einarbeitung in die Thematik gibt es eine Unterlagensammlung zur Erstell-
ung von Energieausweisen, die alle wesentlichen Informationen zusammenfasst:

EnEV 2004/2007/2009
EnEG 2009, EEWärmeG 2009
Praxishinweise zu EnEV u. EEWärmeG
Wärmleitzahlen lambda Tabellen (U-Werte)
Bundesrats-Änderungen und Auslegungen 1-11
Energieverbrauchskennwerte und Datenaufnahme
Hintergründe und Regeln für Verbrauchskennwerte
Normen und Werte z.B. aus der DIN V 4701-10 und 12
Anlagenaufwandszahlen Erzeuger und Hilfsenergien
Das IWU Kurzverfahren als Excel-Tabelle (Freeware)
Berechnungsprogramm U-Wert-Fenster  (Freeware)
Berechnungsprogramm Sonnenlauf  (Freeware)
Gebäudetypologie, Anlagenzahlen im Bestand
Planung nach EnEV 2007/2009 Teil 1+2
...
Alles zusammen mehr als 30 Mb

 

LTplus Energiepass 2010 - KOMPAKT - Das Handbuch zu Programm und EnEV 2007/2009

 

 

Energiepass 2010 - KOMPAKT zeigt auf ca. 50 Seiten die komplette Erstellung eines
Energieausweises. Anhand eines Beispielprojektes wird die EnEV 2009 auch kommentiert...

 

   

 

 

 

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